Mühlen-Blog

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Pesto – leicht, lecker und gesund

Gemüsegarten

Pesto hat schon lange Einzug in unsere Küchen gehalten. Was einst nur die Speisekarte des Italieners um die Ecke präsentierte, ist heute in jedem Supermarktregal zu finden. Die meisten Produkte sind auf Basilikum- oder Tomatenbasis hergestellt. Der Pesto genovese hat die zerstampfte Sauce bekannt gemacht. Ja, zerstampft. Denn das Wort leitet sich vom italienischen „pestare“ ab und das bedeutet „zerstampfen“.  Wir erzählen euch hier ein bisschen mehr vom Original und vielen leckeren Varianten, die ihr im Handumdrehen aus vielem verschiedenen Bio-Gemüse, Bio-Salat und Bio-Kräutern selbst herstellen könnt.

Pesto ist über 150 Jahre alt

Der traditionelle Pesto stammt aus Ligurien und wurde dort Mitte 1863 von Giovanni Battista Ratto – übersetzt – wie folgt dokumentiert: „Man nimmt eine Knoblauchzehe, Basilikum (falls nicht vorhanden: Majoran und Petersilie), geriebenen holländischen Käse und Parmesan sowie Pinienkerne und zerreibt alles zusammen mit wenig Butter in einem Mörser, bis ein Brei entstanden ist. Diesen vermischt man anschließend mit reichlich Olivenöl. Mit dieser Mischung werden Lasagne und Gnocchi (Troffie) angerichtet, wobei man etwas heißes, ungesalzenes Wasser dazugibt, um die Mischung flüssiger zu machen.“ Die Methode der Pesto-Herstellung geht vermutlich auf das römische Moretum, eine kräuterhaltige Käsesoße, zurück. Eine andere Theorie besagt, dass es eine mittelalterliche Abwandlung des römischen Garums ist, das damals das Standardgewürz war (eine Sauce aus vergammeltem Fisch, von deren Nachbereitung dringend abgeraten wird). International bekannt wurde Pesto durch einen 1944 veröffentlichten Artikel der New York Times. In Europa machten die italienischen Restaurants Spaghetti al pesto bekannt.

Rezepte für jeden Geschmack und jedes Gemüse

Ja, der traditionelle Pesto besteht aus Basilikum, Nativem Olivenöl, Parmesan, Pinienkernen, Knoblauch und Salz. Doch inzwischen gibt es eine Vielzahl an leckeren Variationen, die sich streng genommen natürlich nicht Pesto nennen dürfen. Doch solange diese nicht vermarktet werden, ist das völlig egal. Schaut gerne mal zum Beispiel hier oder hier: Ob Basilikum, Tomaten-Basilikum, Feldsalat, Thai, Wal- und Erdnuss, Kräuter, Zuckerschoten, Spinat, Brokkoli, Paprika, Grünkohl oder Rote Beete – die Auswahl ist schier unendlich und bietet für jeden Geschmack etwas. Oder natürlich genau für das Bio-Gemüse, das gerade in eurer BIO Gemüsekiste dabei ist oder im BIO Lädle angeboten wird.

Unsere Pesto Lieblinge

Wir machen Pesto stets nach saisonalem Angebot. Und inzwischen einfach frei Schnauze. Zumeist mit Sonnenblumen- statt mit Pinienkernen (weil regional und auch günstiger). Meist sparen wir uns sogar den Parmesan und nehmen ein paar Sonnenblumenkerne mehr. Wenn wir aber Hartkäse dazu packen, dann den „Parmigiano des Allgäus“, den Ziegenhartkäse vom Molkefässle. Wir achten auf qualitativ hochwertiges Olivenöl und verfeinern mit Salz, Pfeffer, Zitrone und je nach Zutaten auch mit einem Löffelchen BIO Honig. Vergangenes Wochenende haben wir auf diese Weise wunderbaren Rucola-Pesto gezaubert. Und wenn der Frühling jetzt bald endgültig loslegen darf, freuen wir uns schon auf die Bärlauch-Variante, die wir übrigens gerne zu Spargel essen. Zu unseren Favoriten zählen auch Brennnessel- und Spitzwegerich-Pesto. Und im Sommer gehe ich (Uschi) einfach durch unsere Bio-Kräuter hindurch und zupfe die Kräuterchen, die mir zuwinken. Und unbedingt mit ins Töpfchen wollen. Meist ist hier auch ein bisschen Minze dabei. Das mögen nicht alle. So meinte meine Schwester einmal, dass ich diese Zahnpasta selbst essen könne. Hab ich dann auch getan. Mit großem Genuss. wink

In diesem Sinne, liebe Gemüsefreundinnen und -freunde, ran an den Pesto. Lasst eurer Phantasie und Kreativität freien Lauf.

Herzlichst,

eure Müllersleut

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Rezepte gesucht

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Anregung oder Kritik

Wir arbeiten ständig an unserem Angebot – hier auf dem Blog und besonders im Bio-Gemüse-garten und im Bienenhaus. Für konstruktive Anregungen sind wir immer offen.

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